Akuelles vom Team
Die Mitglieder des Teams Monschau haben das Glück, am Rande einer der eindrucksvollsten Landschaften Westeuropas zu wohnen: Des Hochmoores Hohes Venn. Durch den Torfabbau ist vieles zerstört worden, was jetzt aber durch umfangreiche Renaturierungsarbeiten stellenweise wieder hergestellt werden soll.
Die Sielmanns Natur-Ranger des Teams Monschau haben dabei geholfen, indem sie Fichten gefällt, Naturaufwuchs entfernt und Entwässerungsgräben geschlossen haben. Diese Arbeit geht noch immer weiter. Das Hohe Venn ist prallvoll mit Naturschönheiten. Teams, die das einmal genießen wollen, können uns gerne besuchen. Wir führen dann durch das Hochmoorgebiet. Die Fotos geben einen ersten kleinen Einblick in die faszinierende Natur mit ihren vielen Schönheiten. Die eindrucksvolle Baumleiche ist ein Rest einer Anpflanzung von Krüppelkiefern im Hohen Venn (Wallonisches Venn) aus dem Jahre 1852. Es war der Versuch der Urbarmachung der Vennfläche. Der Versuch an sich war nicht sehr erfolgreich. Übrig geblieben sind viele "Baumleichen", die den Eindruck eines Geisterwaldes vermitteln.
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In den Monaten Mai bis Juli blühen im Venn auch Orchideen. Wie die hier abgebildete Orchidee mit dem Namen Geflecktes Knabenkraut. Eine Besonderheit ist der Sonnentau, eine kleine Pflanze, die mit ihren Tentakeln, an deren Spitze Klebetröpfchen sitzen, allerlei Insekten fangen können. Sie zersetzen das Eiweiß im Tier und verdauen es. Als kleines Zubrot gewissermaßen.
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Im November 2007 haben wir uns zum 5. Mal an der MONHALALI beteiligt. Eine kleine Messe, an der sich Imker, Angler, Förster, eine Waldschule, der Nationalpark, Vereine und Naturfreunde beteiligen. Eine besondere Attraktion sind die zahmen Vögel des Greifvogelparks Hellenthal, die allerlei Übungen zeigen. Wir haben 10 qm Sperrholz verbraucht: Die Kinder haben Greivogel-Silhouetten ausgesägt und bemalt. Neben echten (wohl ausgestopften) Greifvögeln haben wir auch Modelle ausgestellt, die wir während des Sommercamps gebastelt hatten. Die Veranstaltung hat einen hohen Aufmerksamkeitswert. Sie hat uns auch in diesem Jahr neue Mitglieder gebracht.
Im Frühjahr haben wir Ansitzstangen gebaut und mit der Hilfe von Landwirten auf deren Weiden aufgestellt. Diese Arbeit wird noch weiter geführt. Zur Zeit gibt es eine riesige Mäuseplage im Monschauer Land. Deswegen sind die Landwirte uns richtig dankbar. Neben Turmfalken und Bussarden nutzen auch Krähen gern die hohen Warten. In der Schreinerei von Swobodas wurden 9 Eulenkästen gebaut. Die wir jetzt nach und nach aufhängen werden. Manche werden auch von Hohltaube oder Siebenschläfer benutzt.
Die letzte Aktion war der Bau eines Turmfalkenkastens. Das Aufhängen an einer kräftigen Buche war nicht so einfach, denn der Kasten ist ziemlich schwer. Durch das schlechte, nasskalte Wetter bis jetzt sind wir ein bisschen spät dran, hoffen aber, dass der Kasten noch angenommen wird.
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Als nächstes werden wir noch 1-2 Schleiereulenkästen bauen. Einer davon wird in einer Feldscheune aufgehängt, in der Kühe stehen und Futtermittel lagern. Dort wird es auch viele Mäuse geben, so daß der Kasten sicher bald Heimat für ein Schleiereulenpaar sein wird.
Beim nächsten Termin werden wir im Rurtal Flutmulden einrichten: Das sind feuchte bis nasse Mulden, die das Überleben von Fröschen, Molchen, Kröten, Libellen und vielen anderen Tierarten sichern helfen. Zu diesem Termin kommen auch die Teams aus Elsdorf und Dormagen, die schon oft in der Eifel waren, weil ihnen die schroffe aber schöne Landschaft so gut gefällt. Ausserdem wird noch ein Biotop angelegt, das bis jetzt als Schuttabladeplatz diente, aber ein schöner kleiner Teich werden wird, in dem Amphibien laichen und groß werden können.
Im Juni beteiligen wir uns am Tag der Artenvielfalt. Thema: Von der Monokultur zum Mischwald. Dabei wird ein Waldstück untersucht, das aus reinem Fichtenwald besteht =Monokultur; in dem aber auch schon Buchen gepflanzt wurden =1. Schritt zum Mischwald und in dem der Sturm Kyrill gewütet hat =wie ein Wald sich erholt. Frank Lehmann hilft uns bei der Bestimmung der Arten. Und zeigt uns manches, was wir ohne seine Hilfe nicht sehen würden.
Im Juni fahren wir zu unseren Freunden der Teams Elsdorf und Dormagen, wo wir uns an einem Zeltlager beteiligen. Irgendwie so zwischendurch muss noch der Wildblumen-randstreifen gemäht werden, den wir am Rande einer Viehweide angelegt hatten und der schon im vergangenen Jahr herrlich geblüht hat.
Wer sich für die Arbeit der Sielmanns Natur-Ranger und die nächsten Termine interessiert, kann sich mit Simone oder Stephanie Bartsch in Verbindung setzen und dort alles Wissenswerte erfahren: Telefon-Nr. 02472/2921 oder Mail-Adresse: simonebartsch@gmx.net.
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