Die Erdkröte ...

... ist eine unserer heimischen Amphibien. Die Erdkröte verbringt, wie ihr Name schon verrät, einen Großteil ihres Lebens unter der Erde.

Sie überwintert in ihrem Erdloch die eisigen Monate und kommt dann im Spätwinter/Frühling, wenn die Temperaturen die Marke von 10°C erreichen, aus ihrem Versteck, um zu Ihrem Laichgewässer zu wandern. Sobald aber die Temperaturen wieder rapide sinken und so die Kröte nicht mehr an der Luft bleiben kann, begibt sie sich wieder unter die schützende Erdschicht.

Wenn aber die Temperaturen steigen und es auch noch regnet, beginnt eine wahre Massenwanderung. Krötenmännchen und -weibchen finden ihren Partner schon häufig während dieser Wanderung. Die "armen" Weibchen müssen so ihren Partner den ganzen Weg auf dem Rücken tragen. Da die Kröten immer zum gleichen Laichgewässer zurückkehren wo sie auch geschlüpft sind, müssen sie oft weite Wege hinter sich bringen. Hier kommt es dann im Wasser zur Paarung, wobei das Männchen immer auf dem Weibchen sitzen bleibt. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa fünf Meter lange Laichschnüre im Wasser ab.

Schon nach kurzer Zeit schlüpfen viele winzige Kaulquappen. Die kleinen Kaulquappen entwickeln sich erst im Wasser. Nach gut zwei Monaten sind den Kaulquappen kleine Beine gewachsen, und ihr Schwanz hat sich fast zurückgebildet. Sie kriechen als kleinen Kröten aus dem Gewässer und treten die gleichen Wanderungen wie ihre Vorfahren an.

 

Die Wanderung der Erdkröten
Auch im Jahr 2003 sind die Erdkröten wieder auf ihrer Wanderung.


 
Erdkrötenschutz bei SNR