Neue Meisenkästen, Elsdorf-Niederembt

Unsere Aktionen im Jahr 2007

Hallo, willkommen auf der Berichtsseite des Teams Elsdorf. Hier könnt Ihr nachlesen, welche Aktionen wir im Jahr 2007 durchgeführt haben. 

Neuer Schleiereulenkasten, Ritzenhof

Laura baut den neuen Brutkasten zusammen.
Unser alter Schleiereulenkasten war ziemlich in die Jahre gekommen. Deshalb bauten wir im Januar einen neuen Brutkasten für die Schleiereulen, die regelmäßig den alten Kasten aufsuchten. Der neue Kasten ist supermodern, also nach neusten Erkenntnissen gebaut. Schleiereulen bevorzugen dunkle Brutplätze. Daher führt der Weg in den Brutkasten über eine Zwischenebene und eine Art Treppe in den eigentlichen Brutraum. Wir hoffen, dass die Schleiereulen sich wohl fühlen und hier ihre Jungen aufziehen. Nachdem der Schleiereulenkasten oben im Gebälk der Scheune montiert wurde, wurde abschließend eine Streu eingefüllt, damit die Schleiereulen eine Grundlage für die Eier haben. Eulen bauen ja keine Nester. Übrigens: Die Eier der Eulen sind rein weiß. Warum? Während Bodenbrüter wie die Feldlerche ihre Eier tarnen müssen, haben die Eulen das nicht nötig: Der Eulenkasten ist ein sicherer und dunkler Brutplatz. Auf eine Tarnfarbe kann also verzichtet werden ...
 
Unsere Meisen leisten wahrlich Unglaubliches: Wir helfen ihnen.
Unsere Meisen leisten wahrlich Unglaubliches: Sie füttern an einem Tag bis zu 678-mal ihren Nachwuchs, legen bis zu 19 Eier in einem Gelege, singen bis zu 6 verschiedene Varianten ihres Gesangs, um die Konkurrenz zu schocken und turnen kopfüber an den äußersten Zweigspitzen. Dankbar nehmen sie daher unsere Hilfe an, wenn natürliche Baumhöhlen fehlen. Daher hängten wir auf dem Friedhof in Niederembt neue Meisenkästen auf bzw. kontrollierten die vorhandenen Kästen, damit der Frühling kommen kann.   Neue Fledermauskästen, Elsdorf-Niederembt

Unsere Ranger mit den neuen Fledermauskästen
Anfang Februar hängte unser "Fledermausteam" neue Fledermauskästen auf dem Friedhof in Elsdorf-Niederembt auf. Die bisherigen Kästen wurden kontrolliert und - wo nötig - wurde der Anflug freigeschnitten.   Kartierung Mehlschwalbennester, Elsdorf-Niederembt

Kira und Pia bei der Notierung der Mehlschwalbennester.
Während einige Ranger neue Fledermauskästen aufhängten bzw. mit den Fahrrädern Ausschau nach geeigneten Plätzen für Turmfalkenkästen ausspähten, kartierte das "Schwalbenteam" alle vorhandenen Mehlschwalbennester in Elsdorf-Niederembt. Zurzeit sind 90 Nester intakt!   Bundesprojekt "Greifvögel"

Das Prinzip eines Flügels.
Warum fliegen Vögel? Ein Grund liegt in der Form der Flügel: Bei einem Flügel müssen die Luftmoleküle auf der Oberseite wegen der Wölbung einen weiteren Weg nehmen und dabei schneller vorbeiströmen als auf der Unterseite. Dabei entstehen zwischen den Luftmolekülen „Lücken“. In diese Lücken, wo „Nichts“ ist, wird der Flügel hineingesaugt! Der Flügel erfährt einen Auftrieb nach „vorne-oben“!  
Wir bastelten Greifvogelmodelle
Wir bastelten Greifvogelmodelle, um dies zu prüfen. Ferner erfuhren wir allerhand über unsere Greifvögel: 38 Arten in Europa, Falken töten durch einen Genickbiss, Habichtartige durch ihre Krallen. Turmfalken rütteln nicht nur über Mäuse, sondern haben einen James-Bond-Trick: Sie erkennen die Spuren der Nagetiere, da der Urin der Nager ultraviolettes Licht reflektiert. Dies sehen die Turmfalken. Falken haben runde Nasenlöcher mit Zäpfchen, Habichtartige haben schlitzförmige oder ovale Nasenlöcher .... Schmale und lange Flügel: schnelles Fliegen (Beispiel Baumfalke (jagt Beute in der Luft)) Kurze und breite Flügel: wendig und langsameres Fliegen (Beispiel Sperber (Überraschungsjäger entlang von Hecken)) ......   Uhu-Beobachtung in der Eifel

Die Natur-Ranger beobachten die Uhus.
Der Uhu ist die größte europäische Eulenart. Uhus einmal in freier Natur zu beobachten ist nicht ganz leicht: Es gibt nur etwa 740 - 846 Brutpaare in Deutschland. In der Eifel kommen die Uhus Dank eines Schutzprogrammes mittlerweile wieder vor. Es war super spannend, am frühen Abend aus der Ferne eine Felsformation zu beobachten. Gegen 18:00 Uhr war ein erstes leises "Buhu" zu hören. Mit zunehmender Dunkelheit wurden die Rufe deutlicher, da vor allem eine "störende" Singdrossel aufgehört hatte, ihren Gesang vorzutragen.  
Genuss pur: Den Uhus in der Dämmerung zuhören.
Und dann war es soweit. Ein Uhu flog auf einen Felsvorsprung und präsentierte sich uns. Deutlich war der weiße Kehlfleck des singenden Männchens zu erkennen. Super durch das Dämmerungsspektiv zu sehen. Später tauchte noch ein zweiter Uhu auf. Schade, dass es immer dunkler wurde und wir keine Gelegenheit mehr hatten, die Uhus weiter zu beobachten. Aber sie zu hören, war mindestens genauso beeindruckend.   SNR-Teich Ritzenhof, Elsdorf-Niederembt

Unsere Ranger bei der Vorbereitung der Teichpflanzen.
Im letzten Jahr legten wir einen Teich auf dem Ritzenhof an. Dieser wurde nun bepflanzt. U.a. können hier nun Fledermäuse auf Insektenjagd gehen.   Steinkauzbeobachtung

Idealer Lebensraum für Steinkäuze: Kopfweiden auf niedriger Vegetation
Der Steinkauz bevorzugt flache Vegetationen, wo er Insekten, Regenwürmer, Mäuse und andere Beutetiere jagd. Ferner benötigt er Bruthöhlen. Kopfweiden bieten solche Höhlen. Wir beobachteten Steinkäuze am Rhein. Genauer gesagt: Wir hörten ihnen zu und schauten uns die Kopfweiden genauer an. Steinkäuze sind hier sehr gut getarnt und schwer zu entdecken. In der Dämmerung konnten wir ihre Rufe aber sehr gut hören.   Kartierung Rauchschwalben, Ritzenhof

Unsere Ranger bei der Nestkartierung
Ende April untersuchten wir den Schwalbenbestand auf dem Ritzenhof in Elsdorf-Niederembt. Hier werden Pferde auf einem Biolandhof gehalten, so dass Rauchschwalben hier noch gute Lebensbedingungen vorfinden. 43 intakte Nester konnten wir zählen. Diese wollen wir in den nächsten Wochen beobachten, um zu erfahren, wieviele Schwalbenpaare hier brüten.  
Rauchschwalbe aus dem Ritzenhof
Diese Rauchschwalbe wurde auf dem Ritzenhof fotografiert. Rauchschwalben sind am roten Hals, dem schwarzen Halsband und den langen Schwanzfedern gut zu erkennen. Ihr Bauch ist weiß, während Kopf, Rücken und Flügel glänzend schwarz-schimmernd sind. Wie zu erkennen ist, wurde diese Rauchschwalbe früher beringt. Wo mag das gewesen sein?   Fledermausbeobachtung am Kaster See

Ebenfalls am 28. April waren wir am Kaster See unterwegs. Dort wollten wir herausfinden, wo die Fledermäuse auf die Jagd gehen. Dies insbesondere als Vorbereitung für unsere öffentlichen Fledermausexkursionen. Wir konnten einige Fledermäuse beobachten. Dabei stellten die Ranger fest, dass sich die Rufe - die wir über den Batdetektor hörbar machten - je Art unterschiedlich anhörten. Die Wasserfledermäuse klangen deutlich "nasser" als die "trockenen" Rufe der Fledermäuse, die zwischen den Bäumen jagdten. Wir vermuten Zwergfledermäuse, konnten es aber nicht genau feststellen.   Sommercamp 2007 - Nationalpark Berchtesgaden

Die Sielmanns Ranger erstellen hier Flugsilhouetten der Greifvögel
Zusammen mit 68 weiteren Sielmanns Natur-Rangern trafen wir 15 Ranger aus Elsdorf uns am Hintersee in Berchtesgaden zum diesjährigen Sommercamp. Das Camp war Spitze! In einer grandiosen Berglandschaft erlebten wir eine tolle Woche zum Thema "Greifvögel".  
Tolle Ergebnisse im Workcamp: Flugsilhouetten
Vormittags erlebten wir in Workcamps viel über die Greifvögel: Wir lernten die Rufe der Greifvögel kennen, erstellten lebensgroße Modelle der Greifvögel und Flugsilhouetten, bemalten T-Shirts, lernten Klettern (zur Brutkastenaufhängung), bastelten flugfähige Modelle, Artentafeln, Greifvogelringe ......  
Mit den Nationalparkrangern bei den Steinadlern.
... nachmittags erlebten wir die Natur: Mit den Nationalparkrangern ging es zu den Steinadlern und in die Wildbachklamm. Natürlich gab es auch viel Zeit zum Bootfahren, "Campleben", sich kennenlernen ... Und Herr Höhse filmte uns! So wie er jahrzehntelang Heinz Sielmann begleitete.   11. Europäische Fledermausnacht "bat-night" 2007

Leider fotografierte keiner diese tolle Exkursion. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2005
Ende August erlebten wir eine große Überraschung: Unserer Einladung zur Fledermausexkursion folgten gut 100 - 120 Eltern mit ihren Kindern. Mit einer tollen Präsentation erklärten die Sielmanns Ranger den Kindern allerhand erstaunliches aus dem Leben der Fledermäuse. So z. B., dass Fledermäuse ganz nah mit uns Menschen verwandt sind. Am Kaster See konnten wir später zahlreiche Fledermäuse bei der Jagd erleben.   Turmfalkenkasten, Ritzenhof

Die Natur-Ranger mit ihrem Turmfalkenkasten.
Im Frühjahr gebaut, hängten wir im September endlich unseren Turmfalkenkasten für den "Vogel des Jahres 2007" auf.  
Unser Turmfalkenmkasten am Scheunengiebel.
Es war gar nicht so einfach, den großen Turmfalkenkasten hoch zum Scheunengiebel zu bekommen. Um dies zu schaffen, zogen wir den Turmfalkenkasten mit zwei Drahtseilen vom Heuboden über das "Eulenloch" zum Giebel.   SNR-Teich Ritzenhof, Elsdorf-Niederembt

Unser Teich hat sich bereits prima entwickelt.
Unser Teich hat sich prima entwickelt: Die Pflanzen sind gewachsen und erste Bewohner haben sich schnell eingefunden: Libellen, Rückenschwimmer, Frösche. Vielleicht dient "der gedeckte Tisch" auch den Zugvögeln: In unmittelbarer Nähe konnten wir Mitte September einen Weißstorch beobachten, der hier eine Rast einlegte.  
Marius zeigt, wie wir den Überlauf erhöht haben.
Aber der Wasserstand war zu gering. Grund: der Überlauf zum Finkelbach war zu niedrig. Und so erhöhten wir den Überlauf mit zwei Krümmer (Winkelrohre). Jetzt musste nur noch die Teichfolie um die Rohre dicht verklebt werden, was allerdings nicht leicht war. Schließlich soll es ja dicht sein!   Besuch im Wildgehege Hellenthal

Ein Uhu im Anflug.
Greifvögel live zu erleben, ist atemberaubend. Im Wildgehege Hellenthal erlebten wir faszinierende Flugmanöver der Greifvögel. Ein Adler stürzte aus gut 800 Meter Höhe wie ein Stein auf uns nieder. Ein Mönchsgeier imponierte durch seine gewaltige Größe im Flug, Falken zeigten unglaubliche Wendemanöver bei der Jagd nach dem Federspiel. Wir waren völlig begeistert und hatten auf dem Heimweg noch viel zu erzählen. Hier einige Impressionen unserer Exkursion.  
Falknerin mit Adler
Falknerin mit Adler  
Die Sielmanns Ranger schauen gespannt den Flugkünsten zu.
Die Sielmanns Ranger schauen gespannt den Flugkünsten zu.  
Weißkopfseeadler
Stolzer Blick eines Weißkopfseeadlers.  
Wildschweinfütterung aus der Vogelperspektive
Wildschweinfütterung aus der Vogelperspektive.   Nach der Brut ist vor der Brut ...

Sielmanns Ranger mit einem prachtvollen Blaumeisennest.
Wie schon im Januar, so kontrollierten wir auch heute wieder unsere Meisenkästen auf dem Friedhof in Niederembt. Die Meisen waren ganz schön fleißig. Weil wir im Frühjahr beobachteten, welche Vogelart in welchem Nistkasten ein- und ausflog, konnten wir heute die Nester gut vergleichen: Blaumeisen bauen fast ausschließlich mit Moos, Kohlmeisen nehmen auch viele Haare dazu. Der Hausspatz baut mit Halmen, verholzten Gräsern und Federn sein Nest.   Der Steinkauz

Zunächst informierten wir uns ausgiebig über den Steinkauz.
Der Steinkauz liebt offene Landschaften. Allerdings nicht gerade Äcker, sondern Koppeln, Weiden oder vegetationsarme Lebensräume. Diese gibt es hier bei uns! Dennoch war uns zunächst nicht bekannt, dass es direkt in Elsdorf-Niederembt Steinkäuze gibt. Aber sie wurden von uns gesichtet! Und so wollen wir auf den Pferdekoppeln Steinkauzröhren anbieten. Von den Zaunpfählen kann er hervorragend seine Ansitzjagd ausüben. Zunächst informierten wir uns ausgiebig über den Steinkauz.   Jahresabschlussfeier

Unser Team bei der Jahresabschlussfeier
Kurz vor Weihnachten klingt unser Rangerjahr immer aus. Die Fotos und Filme zeigten nochmals, welche Aktionen und Projekte wir in diesem Jahr durchführten.