Unsere Aktionen im Jahr 2008
Hallo, willkommen auf der Berichtsseite des Teams Elsdorf. Hier könnt Ihr nachlesen, welche Aktionen wir im Jahr 2008 durchgeführt haben.
Wohnraum für den Kobold der Nacht
Irgendwann hatten wir ihn im Dorf entdeckt: den Steinkauz.
Ein wunderbares Revier hat er auf den Pferdekoppeln in Niederembt. Hier ist die Vegetation kurz, sodass er gut jagen kann. Außerdem kann er von den Zaunpfählen seine Ansitzjagd ausüben. Was fehlt, sind alte Bäume mit Bruthöhlen.
So bauten wir eine Steinkauzröhre, die wir im Bereich der Pferdekoppel aufhängten. Hoffentlich zieht er bald ein, der Kobold der Nacht.
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Natur-Ranger bei der Inspektion einer weiteren Steinkauzröhre.
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Frühjahrsputz im Winter
Seit vielen Jahren schon pflegen wir die Meisen- und Fledermauskästen am Kaster See. Diese wurden im Januar wieder kontrolliert und gereinigt.
Alle 16 Meisenkästen waren mit alten Nestern belegt!!!
In drei Kästen entdeckten wir sogar alte Hornissennester. Die Präzision der Baukunst beeindruckte sehr.
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"Artenschutzturm" Elsdorf-Widdendorf
Seit Januar 2008 betreuen wir ein altes Trafohäuschen. Diese Türme werden von RWE nicht mehr benötigt und stehen für Naturschutzmaßnahmen zur Verfügung. Für uns ist das eine ganz tolle Sache, weil wir daraus einen so genannten „Artenschutzturm“ machen werden, also Brutraum / Lebensraum für Turmfalken, Schleiereulen, Mehlschwalben, Fledermäuse, Igel, Schmetterlinge, sonstige Insekten, Singvögel usw.
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Im Februar reinigten wir den Turm von jeder Menge Gewölle und Kot, den die Eulen und Turmfalken hinterlassen hatten. Etliche Eimer "bester Kompost" kamen zusammen.
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Ferner mußten die zwei Eulen- / Turmfalkenkästen dringend gereinigt werden. In beiden Kästen war der "Morast" ca. 15 Zentimeter hoch und steinhart. Aber wir schafften es, diesen hartnäckigen Belag der letzten Jahre zu lösen und jeweils eine neue Einstreu aus Hobelspänen einzubringen. Danach waren die Kästen sauber und wir schmutzig! :-)
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In einem der Kästen entdeckten wir ein altes Turmfalkenei, sowie im gesamten Turm einige Turmfalken- und Schleiereulenfedern.
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Das Turmfalkenei war natürlich ausgekühlt. Seine Größe und Färbung sorgte für großes Interesse unter den Rangern. Wieder etwas Neues entdeckt!
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Kopfweidenpflege am Rhein
Wieder einmal war es soweit: Wir fuhren nach Dormagen an den Rhein, um dort bei der Kopfweidenpflege zu helfen.
Das Schneiden der Kopfweiden ist besonders wichtig, um die Bäume und damit Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.
Ausserdem trafen die Ranger mal wieder ihre Freunde!
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Die Kopfweidenpflege ist recht anstrengend. Die Äste müssen zerlegt und auf Traktorenanhänger verladen werden. Das schlaucht mit der Zeit. Da braucht man eine Pause und kann die herrliche Vorfrühlingsluft und den Duft der frisch geschnittenen Kopfweiden mal richtig genießen.
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Schwalbenhaus 2008
Bevor die Mehlschwalben Ende April zu uns zurückkehren, nahmen wir kleine Verbesserungen an unserem Schwalbenhaus vor.
Das Schwalbenhaus bekam einen neuen Anstrich und ein Schutzleiste.
Ab Ende April laufen wieder täglich die Nestrufe von einer CD, um die Mehlschwalben auf unser Angebot aufmerksam zu machen.
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Ferner wurde eine Schwalbenpfütze aufgestellt.
Schwalben benötigen zum Bau ihrer Nester feuchten Lehm. Diesen finden sie in unserer versiegelten Landschaft immer seltener.
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Ein Schild erklärt den Sinn und Zweck der Schwalbenpfütze.
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Projektwoche Grundschule Kaster
An der Grundschule Kaster betreute Dirk eine Gruppe während einer Projektwoche. In der Woche erfuhren die Grundschüler auf spannende und spielerische Weise viel über unsere heimischen Vögel kennen.
So z. B., dass der Turmfalke der "James Bond" unter den Vögel ist, da er die Urinspuren der Mäuse aus der Luft erkennen kann.
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Unter anderem wurden Meisenkästen gebaut, die noch zusammen aufgehängt werden. Natürlich erfuhren die Kinder auch, dass man mit Meisenkästen den Meisen nur bedingt helfen kann. Wenn in unseren Gärten keine Raupen geduldet werden, leiden sie an Nahrungsmangel.
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"Tännchen zupfen" in Monschau
Sehr beliebt sind die gemeinsamen Aktionen mit dem Team Monschau. Und so trafen wir uns wieder einmal zum "Tännchen zupfen" in der Eifel. Hier wurden wieder junge Fichten aus einem Gebiet entnommen. Fichten nehmen sehr viel Wasser auf und verschlechtern so die Lebensgrundlage der Pflanzen, die feuchte Standorte benötigen.
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Ein Tümpel verkam in der Vergangenheit zur Müllkippe. Nun wurde der Tümpel vom Müll befreit. Dieser Tümpel kann nun wieder von Molchen und anderen Tieren besiedelt werden.
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Der Tümpel wurde durch eine kleine Benjeshecke und einen Zaun geschützt.
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Projektwoche Grundschule Kaster - Nistkästenaufhängung
Im Juni hängten wir mit den Grundschülern der Grundschule Kaster die Meisenkästen auf, die in der Projektwoche zum Thema "Singvögel" erstellt wurden.
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Turmfalkenkasten in Alt-Kaster
In der Kirche Alt-Kaster hängten wir unseren zweiten Turmfalkenkasten auf.
Diese befindet sich hinter der Öffnung am Dachfenster der Kirche, sodass die Turmfalken den Kasten von aussen anfliegen können.
Nach der Brutzeit im Kirchturm, werden wird dort noch einen Schleiereulenkasten aufhängen.
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Turmfalkenrettung Kirche Elsdorf-Niederembt
Am 09.07.2008 hatte sich ein junger Turmfalke in eine gefährliche Situation gebracht. Fast flügge rutschte er in einer Kirchturmnische in einen schmalen Zwischenbereich zwischen einem Gitter und einer Fensterscheibe. Dort drohte er nicht mehr herauszukommen. Beherzt entfernten wird das eingebaute Innenfenster, um den Jungfalken zu befreien.
Nach der Befreiungsaktion flog der junge Turmfalke wie zuvor seine Geschwister direkt los. Offenbach aber doch zu sehr geschwächt, denn am gleichen Abend stürzte er vom Sims der Kirche in die Tiefe und blieb benommen am Boden liegen.
Wieder wurden wir informiert. Der Falke wurde aufgenommen und zur Pflege nach Dormagen gebracht, wo Werner Döhring vom Verein für Wildtierpflege und -schutz sich seiner annahm. Hier wird er aufgepäppelt und später wieder freigelassen.
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Bruterfolge im Artenschutzturm Elsdorf-Widdendorf
Nachdem wir im Februar beide Brutkästen im Artenschutzturm gründlich säuberten, konnten wir nun erfreut feststellen, dass beide Brutkästen besetzt wurden. Turmfalke und Schleiereule brüteten dicht nebeneinander jeweils im anderen Kasten. Während die Turmfalken tagaktiv sind, jagen die Schleiereulen in der Dämmerung und Nacht. So können beide prima in Nachbarschaft miteinander leben.
Bei den Turmfalken wurden drei Junge aufgezogen, bei den Schleiereulen gleich fünf Jungeulen.
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Turmfalken- / Schleiereulenkasten Kirche Elsdorf-Niederembt
Nach der Turmfalkenrettung bekamen wir vom Kirchenvorstand sofort die Erlaubnis, einen Brutkasten für Turmfalken / Schleiereulen im Kirchturm von St. Martinus in Niederembt anzubringen.
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Der Turmfalken- / Schleiereulenkasten wurde hinter einer Nische des Kirchturmes angebracht. Die Vögel können von der Nische aus direkt in den Kasten gelangen.
Auf dem Bild wird eine Einstreu eingebracht, da Eulen und Falken keine Nester bauen und eine gute Unterlage für Gelege benötigen.
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Neue "Frechdachsgruppe"
Im September startete unsere neue Frechdachsgruppe. Im ersten Jahr lernen die jungen Natur-Ranger die Schmetterlinge kennen. Spielerisch erfahren sie was Schmetterlinge alles können: Z. B., dass das Nachtpfauenauge seine Partnerin aus bis zu 10 km riechen kann und das der Zitronenfalter ein harter Bursche ist, der den ganzen Winter an einer Pflanze sitzend überdauert, selbst wenn er dabei eingeschneit wird.
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Im Oktober waren wir mit der Frechdachsgruppe im Schlosspark Pfaffendorf. Dort erfuhren sie mehr über die Schmetterlinge. Beispiel: Der Aurorafalter hat seinen Namen von der griechischen Göttin der Morgenröte. Das Aurorafaltermännchen hat nämlich eine aufgehende Sonne auf seinen Flügeln.
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Beim Spiel mit dem Schwungtuch tauscht z. B. der Kohlweißling seinen Platz mit dem Schwalbenschwanz, in dem die Kinder mit den entsprechenden Falternamen unter das Schwungtuch herliefen.
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"Tännchen Zupfen" in Monschau II
Auch im Herbst trafen sich die großen Ranger mit den Teams aus Monschau und Overath zur gemeinsamen Aktion in der Eifel. Dort wurden wieder Fichten aus dem Moorgebiet entfernt.
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Das die Vernässung schnell einsetzen kann merkte unser Teamleiter Dirk. Plötzlich war er in ein Wasserloch getreten und bis zum Oberschenkel nass.
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